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Nicht nur in Paris dreht sich zurzeit alles um die Fotografie, sondern auch weiter östlich; in Bratislava. Noch bis zum 30. November werden hier zahlreiche Fotografieausstellungen im Rahmen des „Monat der Fotografie“ gezeigt. Der ursprünglich aus Paris kommende „Mois de la Photo“ (oder „Month of Photography“) findet mittlerweile in ganz Europa statt: Von Paris über Wien, Berlin, Rom, Luxemburg, Rom, Moskau und eben auch Bratislava fokussieren alles Städte in einem bestimmten Zeitraum das Thema Fotografie.

Monat der Fotografie Bratislava: Petra Bosanska

In Bratislava finden derzeit insgesamt 34 Einzel- und Gruppenausstellungen aus 17 Ländern statt. Über 2000 Fotografien werden in den verschiedenen Galerien und Museen präsentiert. Das thematische Spektrum ist dabei sehr vielfältig: In der Ausstellung „World Press Photo 2009“ werden preisgekrönte Pressefotos gezeigt. Die jungen Fotografen beeindrucken mit ihrer Experimentierfreude, die etablierten Fotografen glänzen vor allem mit Werken der Dokumentarfotografie. Aufgrund des diesjährigen Jubiläums thematisieren viele Ausstellungen selbstverständlich die politische Wende 1989 mit interessanten fotografischen Positionen; vor allem aus den ehemaligen Ostblockstaaten.

Bratislava Altstadt

Ein verlängertes Wochenende in Bratislava lohnt sich in jedem Fall! Suchen Sie sich eine Unterkunft in der hübschen Altstadt von Bratislava, dann können Sie alle Galerien und Ausstellungen bequem zu Fuβ erreichen! Der Eintritt allen Galerieausstellungen ist frei, in den Museen wird ein geringes Eintrittsgeld erhoben.

Ausführliche Informationen zum Ausstellungsprogramm erhalten Sie unter der Webseite: www.sedf.sk.

In der nächsten Woche trifft sich in Paris wieder die Crème de la Crème der internationalen Photographieszene: Von Donnerstag, den 19. November bis Sonntag, den 22. November öffnet die „Paris Photo 2009“ im Carrousel du Louvre  ihre Türen.

„Paris Photo“ ist weltweit eines der wichtigsten Ereignisse rund um die Photographie. Dabei wird die gesamte Zeitspanne der (vergleichsweise kurzen) Photographiegeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute einbezogen. In diesem Jahr präsentieren insgesamt 89 Galerien und 13 Verleger internationale Photographie. Unter den Ausstellern befinden sich mit Iran, Libanon, Portugal, Tunesien, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten 7 neue Länder.

Das Auswahlkomitee in diesem Jahr setzte sich zusammen aus: Guido Costa, Turin; Howard Greenberg, New York; Edwynn Houk, New York ; Tim Jefferies, Hamiltons, London; Priska Pasquer, Cologne; Françoise Paviot, Paris; Timothy Persons, Taik Gallery, Helsinki und Renos Xippas, Paris/ Athens.

Paris Photo Yto Barrada

© Yto Barrada, Fille aux tabourets , Casablanca, 2000. Courtesy Galerie Polaris, Paris

Ehrengast in diesem Jahr ist die Arabische und die Iranische Photographie. Dieses Projekt wird kuratiert von Catherine David, die 1997 für die Documenta in Kasse verantwortlich zeichnete.

Neben dem Ausstellungsprogramm finden auch Konferenzen und Signierstunden statt. Wichtiges Highlight ist die Verleihung des BMW Photo Preises, der mit 12.000 Euro dotiert ist. Das Thema in diesem Jahr lautete „Wann hast du zum letzten Mal etwas zum ersten Mal erlebt?“. Die Arbeiten 20 Finalisten können auf der Homepage von Paris Photo gesichtet werden.

Paris Photo Yao Lu

© Yao Lu “Yao Lu’s New landscape part I – Ancient Spring Time Fey”, 2006 Courtesy of 798 Photo Gallery, Beijing

Adresse: Carrousel du Louvre, 99 rue de Rivoli, 75001 Paris, France

Öffnungszeiten:
19.11.:  11:30 – 20 Uhr

20.11.: 11:30 – 22 Uhr

21.11.: 11.30 – 20 Uhr

22.11.: 11:30 – 19 Uhr

Eintritt: 15 €  (ermäβigt 7.50 € )

Katalog: 20€

Für Ihre Reiseplanung können Sie hier nach günstigen Flügen und Hotels in Paris suchen.

Im Dezember ist es wieder soweit: die Kunstwelt blickt bangen Blickes nach Miami. Die Messe gilt immer noch als eine der umsatzstärksten Kunstmessen überhaupt und gilt als wichtiger Indikator für den Zustand des internationalen Kunstmarktes.

Art Miami 2008 Peter Belyi Danger Zone

Art Miami 2008, Peter Belyi: Danger Zone

Kurzinfo:

Art Miami: 2.-6. Dezember, Öffnungszeiten Mi-Sa 11-19 Uhr, So 11-17 Uhr, Eintritt: $15

Wie auch die Jahre davor finden zeitgleich wieder die Satellitenmessen SCOPE und PULSE statt.

Wer sich das Kunstspektakel nicht entgehen lassen möchte und selbst dabei sein will, sollte rechtzeitig einen günstigen Flug nach Miami reservieren. Nur noch einen Monat!

art Miami 2008 Margulies Collection

Art Miami 2008, Margulies Collection

Dieses Jahr finden exakt zeitgleich zwei international bedeutende Kunstmessen in Moskau und Berlin statt. Auch die Eröffnung erfolgt am gleichen Tag, dem 23. September. Und nicht nur das – noch mehr Messen – noch mehr Kunst in beiden Städten – wohin also zwischen dem 23. und dem 27. September?

BERLIN

ArtForum Berlin 2008

ArtForum Berlin 2008

Das Art Forum ist die älteste und etablierteste unter den Berliner Kunstmessen. Am Mittwoch, den 23. September wird die 14. Ausgabe mit der Vorbesichtigung und der Abendveranstaltung eröffnet. Insgesamt 130 Galerien aus aller Welt werden derzeit angekündigt. In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen: Im Sektor „galleries“ haben Galerien, die den Schwerpunkt auf Kunst ab den 60er Jahren legen, nun auch die Möglichkeit an der Messe für zeitgenössische Kunst teilzunehmen. Der Sektor „focus“ dagegen gibt auch jungen Galerien, die weniger als 5 Jahre existieren, eine Chance. Der Auβenbereich wird durch den Sektor „plein air“ bespielt. Auβer den Künstlern und Galerien werden auch immer kulturelle Institutionen sowie internationale Kunstverlage und Magazine präsentiert.

Zeitgleich finden die „Satellitenmessen“ Berliner Kunstsalon, Preview und Berliner Liste statt. Allerdings haben auch diese sich längst zu eigenständigen Messen mit hohem Niveau entwickelt, vor allem die Preview mit ihrer internationalen Ausrichtung.

Berliner Kunstsalon 2008

Berliner Kunstsalon 2008

Der Berliner Kunstsalon, die zweitgröβte Messe in Berlin, zieht in das Humboldt-Umspannwerk ein. Die Ausstellerliste ist noch nicht veröffentlicht, es wird aber mit 80 Ausstellern und 250 künstlerischen Positionen gerechnet.

Die Berliner Liste, welche zum 6. Mal statt findet, bezeichnet sich selbst auf ihrer Homepage als „Seismographen für zeitgenössische Tendenzen“. Ich persönlich fand, dass die Liste in den ersten Ausgaben sehr spannend war, aber in den letzten 2 Jahren schon etwas geschwächelt hat. Wenig vielversprechend sieht dann auch die Nachricht aus, die am unteren Rand der Website entlang läuft: Da es noch freie Plätze gibt, werden weiterhin Bewerbungen akzeptiert…Zumindest werden bereits „ca. 60 internationale Galerien“ angekündigt, was sich mit einem Blick auf die Ausstellerliste bestätigen lässt. Damit könnte die Liste in Konkurrenz zur Preview treten, die sich immer als die Messe, mit der internationalsten und aktuellsten Ausrichtung verstanden hat.

Die Berliner Messen sind auch für Nicht-Sammler und Nicht-Galeristen einen Besuch wert. Hier sieht man sowohl Arbeiten von jungen, unbekannten Künstlern, als auch Kunstwerke von international anerkannten Künstlern, die man sonst vielleicht nicht so oft zu Gesicht bekommt. Aus eigener Erfahrung der letzten Jahre kann ich sagen, dass für alle Kunstinteressierte ein Besuch in Berlin zum Pflichtprogramm gehört. Nicht nur auf den Messen, sondern in der ganzen Stadt, in Museen und Galerien, ist hochkarätige internationale Kunst zu sehen.

Wer also im September Zeit hat, sollte unbedingt nach Berlin fahren und sich dort umschauen. Alle armen Kunststudenten, die keine Freunde, Verwandten oder Bekannte haben, können beruhigt sein. In Berlin gibt es immer ein günstiges Hotel oder Hostel. Man muss nur rechtzeitig reservieren, da die Stadt zur Messezeit ziemlich voll wird. Die Kunst- und Kulturszene an sich ist ja schlieβlich eines der Markenzeichen und Aushängeschilder Berlins.

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