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Die Biennale gehört zu DEN Kunstereignissen schlechthin. Bei der diesjährigen 53. Ausgabe der nehmen mehr als 90 Künstler aus 77 Nationen teil. Seit der Eröffnung am 7. Juni plane ich fest, bis spätestens zum 22. November auch nach Venedig zu fahren.
Die groβe Gemeinschaftsausstellung findet in diesem Jahr unter dem Motte: „Fare Mondi // Weltenmachen“ statt. Der diesjährige Kurator Daniel Birnbaum ist seit 2001 Rektor der Städelschule Frankfurt sowie der dazugehörigen Kunsthalle Portikus. Kokurator ist Jochen Volz, der ebenfalls an der Städelschule eine Professur inne hat. Wie klein manchmal die Welt sein kann, wird an der „Frankfurt-Connection“ ersichtlich. Viele der deutschen Kuratoren und Künstler sind auf irgendeine Art und Weise mit Frankfurt verbunden.
Nikolaus Schafhausen – viele Jahre Direktor des Frankfurter Kunstvereins – zeichnet in diesem Jahr für den deutschen Pavillon verantwortlich. Im Vorfeld war die Aufregung um die Künstlerauswahl groβ: Entgegen alter Gewohnheiten hatte sich der Kurator nicht für einen deutschen Künstler entschieden, sondern für Liam Gillick. In seinem Beitrag wollte sich der Brite vor allem mit der historisch belasteten Architektur des deutschen Pavillons auseinandersetzen. Die Erwartungen waren hoch und die Enttäuschung entsprechend groβ. Mit der spröden Installation, die von Margarete Schütte-Lihotzkys „Frankfurter Küche“ (!) inspiriert ist, konnten viele Besucher nichts anfangen.

LIAM GILLICK - Deutscher Pavillon
Für einen Preis hat der deutsche Beitrag dann auch nicht gereicht. Zur Eröffnung wurde der Pavillon der USA mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Künstlerisch wurde hier auf Bewährtes gesetzt und die neue Installation “Topological Gardens” des Künstlers Bruce Nauman gezeigt. Auβerdem erhielt Tobias Rehberger für sein Werk “Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen“ einen Goldenen Löwen als Auszeichnung für den „Besten Künstler“. Der Bildhauer Rehberger, 1966 in Esslingen geboren, ist Professor der Städelschule in Frankfurt am Main (!).

TOBIAS REHBERGER: Was du liebst, .... Raumansicht
Ohne Auszeichnungen und trotzdem Publikumsmagneten sind der dänische und der norwegische Pavillon, kuratiert von dem Künstlerduo Elmgreen & Dragset. Im Spiegel-Interview beschreiben sie die Szenarien mit dem Titel „The Collectors“: „Im dänischen Pavillon hat früher Familie A. gewohnt, jetzt ist ihr Haus “zu verkaufen”. Deshalb führt ein Makler die Besucher durch das Haus und erzählt eine dramatische Familiengeschichte im Ingmar-Bergmann-Stil als Verkaufsgrund. Im benachbarten, offenen, weltmännisch und großspurig eingerichteten nordischen Pavillon-Haus wohnt ein mysteriöser Mr. B., aber der Besuchter trifft nur auf einige herumhängende und Wodka-Tonic schlürfende Strichjungen und die ganze Ausstattung sieht aus wie die Studie zu einem David-Hockney-Gemälde.”

THE COLLECTOR - Aussenbereich
Die Ausstellungen sind täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 18 Euro, es gibt auch entsprechende Ermäβigungen. Ein Hotelzimmer in Venedig kann schnell sehr teuer werden. Als ich 2007 die Biennale besuchte, habe mir eine Unterkunft auf Lido gesucht. Auβerdem kann ich noch eine Website empfehlen, auf der man nach aktuellen Flugangeboten z.B. von Berlin nach Venedig, suchen kann.

