Nicht nur in Paris dreht sich zurzeit alles um die Fotografie, sondern auch weiter östlich; in Bratislava. Noch bis zum 30. November werden hier zahlreiche Fotografieausstellungen im Rahmen des „Monat der Fotografie“ gezeigt. Der ursprünglich aus Paris kommende „Mois de la Photo“ (oder „Month of Photography“) findet mittlerweile in ganz Europa statt: Von Paris über Wien, Berlin, Rom, Luxemburg, Rom, Moskau und eben auch Bratislava fokussieren alles Städte in einem bestimmten Zeitraum das Thema Fotografie.

Monat der Fotografie Bratislava: Petra Bosanska

In Bratislava finden derzeit insgesamt 34 Einzel- und Gruppenausstellungen aus 17 Ländern statt. Über 2000 Fotografien werden in den verschiedenen Galerien und Museen präsentiert. Das thematische Spektrum ist dabei sehr vielfältig: In der Ausstellung „World Press Photo 2009“ werden preisgekrönte Pressefotos gezeigt. Die jungen Fotografen beeindrucken mit ihrer Experimentierfreude, die etablierten Fotografen glänzen vor allem mit Werken der Dokumentarfotografie. Aufgrund des diesjährigen Jubiläums thematisieren viele Ausstellungen selbstverständlich die politische Wende 1989 mit interessanten fotografischen Positionen; vor allem aus den ehemaligen Ostblockstaaten.

Bratislava Altstadt

Ein verlängertes Wochenende in Bratislava lohnt sich in jedem Fall! Suchen Sie sich eine Unterkunft in der hübschen Altstadt von Bratislava, dann können Sie alle Galerien und Ausstellungen bequem zu Fuβ erreichen! Der Eintritt allen Galerieausstellungen ist frei, in den Museen wird ein geringes Eintrittsgeld erhoben.

Ausführliche Informationen zum Ausstellungsprogramm erhalten Sie unter der Webseite: www.sedf.sk.

In der nächsten Woche trifft sich in Paris wieder die Crème de la Crème der internationalen Photographieszene: Von Donnerstag, den 19. November bis Sonntag, den 22. November öffnet die „Paris Photo 2009“ im Carrousel du Louvre  ihre Türen.

„Paris Photo“ ist weltweit eines der wichtigsten Ereignisse rund um die Photographie. Dabei wird die gesamte Zeitspanne der (vergleichsweise kurzen) Photographiegeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute einbezogen. In diesem Jahr präsentieren insgesamt 89 Galerien und 13 Verleger internationale Photographie. Unter den Ausstellern befinden sich mit Iran, Libanon, Portugal, Tunesien, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten 7 neue Länder.

Das Auswahlkomitee in diesem Jahr setzte sich zusammen aus: Guido Costa, Turin; Howard Greenberg, New York; Edwynn Houk, New York ; Tim Jefferies, Hamiltons, London; Priska Pasquer, Cologne; Françoise Paviot, Paris; Timothy Persons, Taik Gallery, Helsinki und Renos Xippas, Paris/ Athens.

Paris Photo Yto Barrada

© Yto Barrada, Fille aux tabourets , Casablanca, 2000. Courtesy Galerie Polaris, Paris

Ehrengast in diesem Jahr ist die Arabische und die Iranische Photographie. Dieses Projekt wird kuratiert von Catherine David, die 1997 für die Documenta in Kasse verantwortlich zeichnete.

Neben dem Ausstellungsprogramm finden auch Konferenzen und Signierstunden statt. Wichtiges Highlight ist die Verleihung des BMW Photo Preises, der mit 12.000 Euro dotiert ist. Das Thema in diesem Jahr lautete „Wann hast du zum letzten Mal etwas zum ersten Mal erlebt?“. Die Arbeiten 20 Finalisten können auf der Homepage von Paris Photo gesichtet werden.

Paris Photo Yao Lu

© Yao Lu “Yao Lu’s New landscape part I – Ancient Spring Time Fey”, 2006 Courtesy of 798 Photo Gallery, Beijing

Adresse: Carrousel du Louvre, 99 rue de Rivoli, 75001 Paris, France

Öffnungszeiten:
19.11.:  11:30 – 20 Uhr

20.11.: 11:30 – 22 Uhr

21.11.: 11.30 – 20 Uhr

22.11.: 11:30 – 19 Uhr

Eintritt: 15 €  (ermäβigt 7.50 € )

Katalog: 20€

Für Ihre Reiseplanung können Sie hier nach günstigen Flügen und Hotels in Paris suchen.

Im Dezember ist es wieder soweit: die Kunstwelt blickt bangen Blickes nach Miami. Die Messe gilt immer noch als eine der umsatzstärksten Kunstmessen überhaupt und gilt als wichtiger Indikator für den Zustand des internationalen Kunstmarktes.

Art Miami 2008 Peter Belyi Danger Zone

Art Miami 2008, Peter Belyi: Danger Zone

Kurzinfo:

Art Miami: 2.-6. Dezember, Öffnungszeiten Mi-Sa 11-19 Uhr, So 11-17 Uhr, Eintritt: $15

Wie auch die Jahre davor finden zeitgleich wieder die Satellitenmessen SCOPE und PULSE statt.

Wer sich das Kunstspektakel nicht entgehen lassen möchte und selbst dabei sein will, sollte rechtzeitig einen günstigen Flug nach Miami reservieren. Nur noch einen Monat!

art Miami 2008 Margulies Collection

Art Miami 2008, Margulies Collection

Für alle Kurzentschlossenen: Morgen eröffnet in Turin die Kunstmesse Artissima!

Artissima 2007_Erwin Olaf_Barbara

Artissima 2007: Erwin Olaf: Barbara

Turin, vor allem bekannt für den Fuβballverein und den Autohersteller Fiat, zieht nun auch seit einigen Jahren die Liebhaber zeitgenössischer Kunst an. Die Messe Artissima hat an dieser Entwicklung groβen Anteil. In diesem Jahr sind aus Berlin unter anderem die Galerien Izabella Bortolozzi, carlier gebauer und Klosterfelde vertreten.

Artissima 2007

Artissima 2007

Trotz der kurzen Zeitspanne muss man sich sicherlich nicht vor den Massen an Besuchern fürchten. Ein günstiges Hotel in Turin findet man auch kurzfristig. Die Messe ist bis Sonntag, den 8. November täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Die Eintrittskarte kostet 13 Euro (reduziert 9 Euro).

Ab morgen kommen die Liebhaber künstlerischer Filme wieder voll auf Ihre Kosten. Dann nämlich öffnet die KunstFilmBiennale in Köln und Bonn ihre Pforten.

pickelporno_pipilotti-rist

pickelporno pipilotti rist

Seit 2002 untersucht die Kölner KunstFilmBiennale mit ihrem Programm die Grenzen zwischen Kunst und Kino. Dazu werden Ausstellungen, das Filmfestival und nationale wie internationale Wettbewerbe genutzt. Auch Retrospektiven von Künstlern werden gezeigt: in diesem Jahr ist zum Beispiel eine Rückschau auf das filmische Werk von Pipilotti Rist mit dabei. Insgesamt 160 Filme stehen in diesem Jahr auf dem Plan.

lebanon_samuel-maoz

lebanon samuel maoz

Eröffnet wird das Festival in diesem Jahr von den Filmen „The Butcher’s Shop von Philip Haas sowie „Lebanon“ des israelischen Regisseurs Samuel Maoz. Der verstörende Kriegsfilm sorgte bereits auf der Biennale in Venedig für Furore.

Spielorte:
Köln: Filmforum im Museum Ludwig, CINEDOM Köln, Filmpalette
Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Kunstmuseum Bonn

Eintrittspreise:
In Köln je Vorführung: 6 €, ermäßigt 5 €
Im Forum der Bundeskunsthalle Bonn je Vorführung: 6 €, ermäßigt 3,50 €
Im Kunstmuseum Bonn und im Medienkunstraum der Bundeskunsthalle Bonn ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei. Mit dem Festivalpass für 40 Euro erhält man freien Eintritt zu allen Vorstellungen sowie den Katalog.

Zwischen Bonn und Köln fährt eine S-Bahn, etwas schneller geht es mit dem Zug. Mit einer preiswerten Unterkunft im Zentrum Kölns ist man gut beraten, denn von dort erreicht man alle Spielorte sowie den Hauptbahnhof in wenigen Minuten.

Slowenien bietet nicht nur hervorragende Bedingungen für den perfekten Winter- / Skiurlaub, auch schon vorher lohnt sich ein Wochenendtrip nach Ljubljana. Zieht die slowenische Hauptstadt ansonsten mit seiner wunderschönen Altstadt und preiswerten Wellness-Hotels Besucher an, so sind es im September/Oktober diesen Jahres die Liebhaber zeitgenössischer Graphik.

Jørgen Craig Lello & Tobias Arnell,  Reverse View, 2009

Jørgen Craig Lello & Tobias Arnell, Reverse View, 2009

Nur noch 10 Tage läuft die 28. Graphikbiennale in Ljubljana, die bereits Anfang September eröffnet wurde. Die Biennale hat eine lange Tradition, seit 1955 gibt es sie, ins Leben gerufen zu einer Zeit, in der auch die erste Biennale in São Paulo (1951) und die erste Documenta in Kassel (1955) abgehalten wurden.

In Ljubljana dreht sich alles um die zeitgenössische Graphik, zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellung finden statt. Die Hauptausstellung „Matrix: instabile Realität“ würde unter der Direktion von Božidar Zrinski konzipiert. Die Ausstellung wird an denjenigen Orten gezeigt, die auch maβgeblich an der Organisation beteiligt waren: Internationales Zentrum für graphische Kunst, Galerie Alkatraz, Ganes-Pratt-Galerie, Jakopič-Galerie, Galerie Kapsula und Galerie Škuc.

La Más Bella, La Más Bella TÚ, 2003, wallet containing works by 50 artists, edition: 1000 copies

La Más Bella, La Más Bella TÚ, 2003, wallet containing works by 50 artists, edition: 1000 copies

Teilnehmende Künstler:

Afsoon, Vahram Aghasyan, Julieta Aranda, Nika Autor, BAS / Bent, Viktor Bernik, Anita di Bianco, Sabine Bitter & Helmut Weber, BridA (Sendi Mango, Jurij Pavlica, Tom Kerševan), Chto Delat (Dmitry Vilensky), Lee Chul Soo, Jørgen Craig Lello & Tobias Arnell, Ksenija Čerče, Vuk Ćosić, Vesna Drnovšek, Igor Eškinja, Małgorzata Etber Warlikowska, Jesper Fabricius, Jakup Ferri, Ivan Fijolić, Ye Funa, Fernando García, Samuel Grajfoner, Ivan Grubanov, Dejan Habicht, Bu Hua, Hungarian Double-Tailed Dog, Ištvan Išt Huzjan, Space Invader, Justseeds, Dejan Kaludjerović, David Kareyan, Sameera Khan, Taiyo Kimura, Iva Kovač, Jelena Kovačević, Matej Košir, Borut Krajnc, Ana Lozica, Tanja Lažetić, Nicola López, M-City, Ján Mančuška, La Más Bella, Ines Matijević Cakić, Eva & Franco Mattes, Zhang Minjie, Tracey Moffatt, Ivan Moudov, Carlos Motta, Alban Muja, Nika Oblak & Primož Novak, Ahmet Ögüt, Juan Perez Agirregoikoa, Cesare Pietroiusti, Nada Prlja, radioCona, Société Réaliste, Betsabeé Romero, Francesc Ruiz, Adrian Sauer, Klaus Schafler, Nana Shiomi, Jelena Sredanović, Katja Sudec, Therese Sunngren, Swoon, Miha Štrukelj, Marko Tadić, Tomaž Tomažin, Nasan Tur, Ignacio Uriarte, Huiqin Wang, Patrick Ward, Maria Alicia Zamora Noguera, Moises Yagües Fernandez, Katarina Zdjelar

Über die Ausstellung heiβt es auf der Homepage der Biennale:

„Die Ausstellung geht auf aktuelle Probleme ein, welche die Matrix-Filmtrilogie der Kunst und Gesellschaft gestellt hat, wobei die Ausstellung versucht, auf folgende Fragen zu antworten: Bleibt ein Medium dasselbe, auch wenn es in seine Sprache neue Technologien aufnimmt? Vergrößert sich dadurch das kunstinteressierte Publikum? Was für eine gesellschaftliche Macht haben die, die in Besitz der Matrix sind? Rechtfertigt der Besitz der Matrix auch exklusive Vervielfältigungsrechte? Kann man eine perfekte Welt – sei es nun eine reale oder virtuelle – schaffen? Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Arbeiten von über 80 sowohl international bekannten als auch aufstrebenden Künstlern, und zwar vom traditionellen und modernen Druck bis zu Künstlerbüchern sowie öffentlichen, Medien- und Computerinterventionen.“

Für all diejenigen, die sich für zeitgenössische Graphik interessieren, ist die Biennale ein absolutes Muss. Noch bis zum 25.10.2009 sind die Ausstellungen von Dienstag bis Sonntag, 11.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Am besten beraten ist man mit einer Unterkunft im Zentrum Ljubljanas, dann erreicht man alle wichtigen Ausstellungsorte leicht zu Fuβ. Und alle, die nicht so spontan sind und sich trotzdem für die Biennale interessieren, müssen sich leider 2 Jahre bis zu nächsten Ausgabe gedulden.

Nachdem es im letzten Jahr groβe Kritik hagelte, dass die Berliner Messen erst nach der Frieze (und anderen internationalen Messen) stattfand – wurde in Berlin wieder umgedacht. Die Messen in Berlin sind nun überstanden – solide, zwar qualitativ hochwertig doch ohne besonders spektakuläre Neuigkeiten. Wie wird es wohl in London werden?

Frieze Art Fair 2006

London ist zwar immer eine Reise wert, doch in der nächsten Woche ganz besonders. Denn dann öffnet am 15. Oktober die Frieze Kunstmesse ihre Pforten. Besonders spannend wird es, weil die Frieze als trendsetzend für die Entwicklung am Kunstmarkt gesehen wird. Die Liste der teilnehmenden Galerie kann sich, wie immer, sehen lassen: die Gagosian Gallery ist ebenso wieder vertreten wie die Berliner/Londoner Sprüth Magers. Die Schau der Galerien wird jeden Tag um spannende Gespräche und Vorträge von Künstlern und Sammlern, sowie verschiedene Programme für Kinder ergänzt.

Frieze Art Fair 2007

Frieze Art Fair 2007

Bis Sonntag, den 18. Oktober kann man die Messe von 11 bis 19 Uhr (Sonntag nur 18 Uhr) im Londoner Regent’s Park besuchen. Wer noch keins zum „Frühbucherrabett“ ergattert hat, muss für ein Tagesticket 20 Pfund und für eine 4-Tageskarte 60 Pfund bezahlen. Günstige Flüge nach England und preiswerte Unterkünfte in London sind zwar prinzipiell immer knapp, aber durchaus noch vorhanden. Da die britische Währung jedoch gegenüber dem Euro vergleichsweise schwach ist, kann man durchaus ein schönes Wochenende in London verbringen, ohne sich zu sehr einschränken zu müssen.

Am letzten Samstag, den 12. September war es wieder soweit. Die Biennale in Istanbul wurde eröffnet. Bereits seit 1987 wird im Rahmen der Biennale alle 2 Jahre türkische und internationale Kunst gezeigt, organisiert von der Istanbuler Stiftung für Kultur und Kunst.

Eröffnung Biennale Istanbul

Eröffnung Biennale Istanbul

Der Titel der 11. Biennale in Istanbul „Denn wovon lebt der Mensch?“ wurde von Brechts Dreigroschenoper übernommen und ist damit zugleich politisches Statement. In Brechts Stück antwortet Mackie Messer auf die Frage mit: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“.

ShahabFotohui auf der Istanbul Biennale

ShahabFotohui auf der Istanbul Biennale

In der Biennale antwortet das Kuratoren-Kollektiv „What, How and for Whom/WHW” aus Zagreb darauf mit mehr als 120 Projekten von 70 Künstlern aus 40 Ländern. Die bisherigen Ausstellungen und Projekte der vier Kuratorinnen, Ivet Ćurlin, Ana Dević, Nataša Ilić und Sabina Sabolović, kann man sich auf deren Website anschauen.

Bis zum 8. November 2009 werden die einzelnen künstlerischen Positionen an 3 Ausstellungsorten gezeigt. Ausgewählt wurden vor allem Arbeiten von Künstler, deren Arbeiten ein politisches Engagement zeigen, wie z.B. die Arbeit des iranischen Künstlers Shahab Fotouhi. Eher ungewohnt für eine Biennale ist, dass nicht nur aktuelle Positionen, sondern auch ältere Kunstwerke aus den siebziger Jahren einbezogen werden. Dies ergänzt sich aber gut zu der insgesamt aktivistischen Geste der diesjährigen Istanbuler Biennale.

Societe Realiste: Culturestates Greater Europe. Detail

Societe Realiste: Culturestates Greater Europe. Detail

Im nächsten Jahr ist Istanbul neben Essen und Pécs Europäische Kulturhauptstadt. Die Biennale kann man durchaus als Schritt in diese Richtung verstehen. Wer jetzt schon einen Blick auf die türkische Metropole werfen möchte, für den bietet sich während der Biennale die beste Gelegenheit. In zahlreichen anderen Veranstaltungen und Ausstellungen auβerhalb der Biennale präsentiert sich die junge, zeitgenössische Kunstszene Istanbuls.

Facts Istanbul Biennale:

Die meisten Besucher werden sicherlich mit dem Flieger anreisen. Istanbul verfügt über 2 Flughäfen: Linienflüge landen meist am Flughafen Atatürk auf der europäischen Seite, Charterflüge eher auf der asiatischen Seite am Flughafen Istanbul-Sabiba Gökcen.

Am bequemsten kommt man mit dem Taxi oder einem Hotel-Shuttleservice vom jeweiligen Flughafen in die Stadt.

Biennale Tickets:

Normalpreis: 10 TL (4,50 Euro)

Ermäβigt: 5 TL, Gruppen (20 Personen): 8 TL

Die Tickets erhalten Sie auf www.biletic.com, sowie an den Ausstellungsorten der Biennale.

Biennale Ausstellungsorte:

Antrepo No.3: Meclis-i Mebusan Caddesi, Liman İşletmeleri Sahası, Tophane
Feriköy Greek School: Abide-i Hürriyet Caddesi No.5, Şişli
Tütün Deposu (Tobacco Warehouse): Lüleci Hendek Caddesi, Koltukçular Çıkmazı No.1, Tophane
Zwischen Orten gibt es bis Ende September einen Shuttle-Service.

Öffnungszeiten: Di-So: 10-19 Uhr

Am 14. September ist es wieder soweit, dann wird offiziell der „Steirische Herbst“ in Graz eingeläutet. Das internationale Festival wurde bereits 1968 gegründet. Bekannt ist das Festival vor allem für seine Verbindung verschiedener künstlerischer Disziplinen wie Bildende Kunst, Musik und Theater, aber auch für sein Skandalpotential. 1975 erregte Wolfgang Bauers „Gespenster“ die Gemüter, 1998 Christoph Schlingensief mit dem Pfahlsitz-Wettbewerb „Chance 2000 für Granz“. Viele weitere Skandale und Skandälchen gab es dazwischen und folgten danach.

Das Leitmotiv in diesem Jahr lautet „All the Same” und wird von der Frage „Was gilt, wenn alles gleich und gültig ist?“ begeleitet. Von einer Krise der Gleichheit wird gesprochen, in der sich die heutigen Industriegesellschaften befänden. Dieses Thema verspricht auf jeden Fall einige interessante Reibungspunkte. Bis zum 18.10 werden Ausstellungen, Theateraufführungen, Tanz, Bildende Kunst, Architektur, Musik und Literatur die Frage von Gleichheit und Gleichgültigkeit von unterschiedlichen Positionen aus beleuchten.

Festivalzentrum "Schauhaus" . Foto von Irina Koerdt

Festivalzentrum "Schauhaus" . Foto von Irina Koerdt

Das Festivalzentrum befindet sich in diesem Jahr vor dem Grazer Orpheum, dem die Architekten Michael Rieper und Siegfried Frank kurzerhand ein „Schauhaus“ vorgesetzt haben. Im „Schauhaus“ selbst gibt es einige Veranstaltungen aber auch die Kasse, eine Info-Theke sowie einen Club und ein Sonnendeck.

David Maljkovic: Ein Monument für Graz, 2009. Im Rahmen der Ausstellung „Utopie und Monument“. Steirischer herbst 2009.

David Maljkovic: Ein Monument für Graz, 2009. Im Rahmen der Ausstellung „Utopie und Monument“. Steirischer herbst 2009.

Die Ausstellung „Utopie und Monument I“ wurde als zweijähriges Projekt konzipiert. In der Ausstellung sollen die Utopie als Möglichkeits- sowie das Monument als Erinnerungsraum künstlerisch reflektiert werden. Unter der Kuratorin Sabine Breitwieser (A) wurden folgende Künstler für die Präsentation ihrer Beiträge im öffentlichen Stadtraum von Graz ausgewählt: Lara Almarcegui (E/NL), Nairy Baghramian (IR/D), Ayse Erkmen (TR/D), Kooperative für Darstellungspolitik (Jesko Fezer, Anita Kaspar & Andreas Müller) (D), David Maljkovic (HR/D), Heather und Ivan Morison (TR/GB), Nils Norman (GB), Andreas Siekmann (D), Michael Zinganel (A) & Dolorez Zinny/Juan Maidagan (AR/D)

Die Eröffnung findet am Freitag, den 25.9. beim Ausstellungspavillon am Platz der Freiwilligen Schützen / Bad zur Sonne statt.

Der Eintritt für die Veranstaltungen kostet zwischen 8 und 22 Euro. Es werden auch günstigere Kombi-Tickets angeboten, mit denen man 2 Vorstellungen an einem Tag besuchen kann. Auf der Festivalhomepage gibt es auβer den Karten auch ein ausführliches Programm sowie eine Karte mit den verschiedenen Veranstaltungsorten.

Nach Graz kommt man sehr einfach sowohl mit dem Flugzeug als auch mit der Bahn – beide Streckennetze sind sehr gut mit anderen gröβeren Städten verbunden. Wenn man ein Hotel im Zentrum von Graz nimmt, kann man bequem alle Spielstätten zu Fuβ erreichen. Die Distanzen sind relativ gering: Das Festivalzentrum befindet sich ungefähr 10 Minuten vom Grazer Bahnhof und 30 Minuten vom Flughafen entfernt (beides mit dem Taxi).

Am 3. Februar 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy in Hamburg geboren. In diesem Jahr, genau 200 Jahre später, wird dieses Jubiläum zum Anlass genommen, das Schaffen des Künstlers mit verschiedenen Festveranstaltungen zu ehren.

Felix Mendessohn Bartholdy. Ölporträt von Eduard Magnus. 1846

Felix Mendessohn Bartholdy. Ölporträt von Eduard Magnus. 1846

Nach seinem frühen Tod (1847) hinterlieβ Felix Mendelssohn Bartholdy ein Werk von 400 Stücken, vor allem aus dem Bereich der Sinfonik, Chorsinfonik und der Kammermusik. Mendelssohn war nie vergessen, doch nun kann man sein Wirken in einer nie da gewesenen Dichte von Veranstaltungen erleben. Die Mendelssohn-Gesellschaften, viele Vereine und Musikinstitutionen haben ein Gesamtprogramm mit einer Fülle von Konzerten, Lesungen, Konferenzen und Ausstellungen rund um diese bedeutende Künstlerpersönlichkeit zusammengestellt. Auf der eigens eingerichteten Webseite wurden sämtliche Veranstaltungen gebündelt sowie viele interessante Informationen und neuere Forschungen über den Künstler bereitgestellt.

Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhaus zu Leipzig

Eines der Programm-Highlights findet gerade in Leipzig statt. Seit dem 21. August geben sich die Weltstars der Klassik im Gewandhaus die Klinke in die Hand.

Zu den folgenden Konzert-Höhepunkten gehören:

5.9. Trevor Pinnock, Gewandhausorchester,: Rekonstruktion des ersten Konzertprogramms, das Mendelssohn als Gewandhauskapellmeister 1835 gab

6.9. Orchestre des Champs-Élysées unter der Leitung von Philippe Herreweghe: Mendelssohns berühmte Vertonung des 42. Psalms sowie die selten gespielte „Erste Walpurgisnacht“ für Chor und Orchester

12.9. Trevor Pinnock: Interpretation des „Lobgesang“ von Mendelssohn

Doch es werden nicht nur Werke von Mendelssohn neu aufgelegt. Um eine zeitgenössische Sichtweise einzubringen und die aktuelle Relevanz des Künstlers hervorzuheben, wurden bekannte Komponisten um komplett neue Werke gebeten, die sich auf Mendelssohn beziehen. Herausgekommen sind insgesamt 3 Uraufführungen von Detlef Glanert, Sir Peter Maxwell Davies und Friedrich Haas.

Den genauen Spielplan können Sie auf der Webseite des Gewandhaus Leipzig einsehen. Dort erfahren Sie auch die genauen Ticketpreise. Eintrittskarten für groβe Konzerte am Abend kosten zwischen 9 und 43 Euro und auch die kleineren Konzerte sind mit durchschnittlich 10-15 Euro sehr preiswert. Wenn Sie nicht in Leipzig oder der nähreren Umgebung wohnen, finden Sie hier eine Auswahl aller verfügbaren Hotels in Leipzig.