Heute möchte ich mal ein kurzes Plädoyer für Frankfurt als Kunststadt schreiben. In Frankfurt gibt es insgesamt über 60 verschiedene Museen und Ausstellungshäuser: von klein und unentdeckt bis hin zu groβ und weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Cool, schnelllebig und nüchtern – so kennt man Frankfurt im Rest Deutschlands. Obwohl es so bekannte Museen wie das Städel gibt, ist vielen Menschen die Vielfalt in Frankfurts Museumslandschaft fremd. Richtig besehen hat Frankfurt einiges zu bieten und dies nicht nur einem Insiderkreis. Aktuell wird zum Beispiel im Liebieghaus eine spannende Ausstellung unter dem Titel „Die Neue Antike“ gezeigt. Lange Zeit nicht zugängliche Kunstwerke werden hier in einer spannenden Beziehung von Skulptur und Raum gezeigt. Im Museum der Weltkulturen gibt es noch bis zum Oktober 2010 eine Ausstellung mit dem Titel „Being Object. Being Art“ gezeigt. Edle und ungewöhnliche Meisterwerke aus der Sammlung, darunter auch künstlerisch gestaltete Werkzeuge, kann der Besucher hier bestaunen.

Liebighaus

Im Städel finden aufgrund von Baumaβnahmen vom 8. März bis 22. April keine Ausstellungen statt. Dafür kann man erstens auf die kommenden Ausstellungen gespannt sein und zweitens seine Zeit und Aufmerksamkeit auch einmal anderen Ausstellungshäusern widmen. Im Deutschen Architekturmuseum gibt es immer wieder spannende Ausstellungen zu sehen. Derzeit zum Beispiel zu Martin Elsaesser, Fernsehtürmen und die AGIP Tankstellen

Museum der Weltkulturen

In jedem Fall lohnt sich ein Frankfurt Besuch das ganze Jahr über: Flüge nach Frankfurt sind ziemlich günstig und auch die Hotelsuche gestaltet sich online sehr einfach. Testen Sie auch einmal neue Museen, die nicht auf jeder obligatorischen Besucherliste steht! Alle Infos finden Sie auf den entsprechenden Webseiten: VIEL SPASS!

Links:

http://www.liebieghaus.de/

http://www.mdw-frankfurt.de/

http://www.staedelmuseum.de/sm/

http://www.dam-online.de/

Paris ist ja immer eine gute Wahl, um an einem verlängerten Wochenende dem Kunstgenuss zu frönen. Doch diesem März lohnt sich ein Kurztrip ganz besonders, denn auβer den ständigen Sammlungen im Louvre oder den spannenden Galerien rund um Saint-Germain-des-Prés warten nun gleich 4 ganz besondere Ausstellungen:

Edvard Munch. Moonlight, 1895. Oil on canvas. 93 x 110 cm. The National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo.

In der Pinacothèque de Paris wird dem norwegischen Künstler Edvard Munch unter dem Titel: Edvard Munch oder der Anti-Schrei eine umfassende Einzelschau gewidmet. Rund 100 Werke des werden von Februar bis Juli diesen Jahres zu sehen sein.

The Colossus, Goya, c. 1810-1812/Museo Nacional del Prado

Unter dem düsteren Titel „Verbrechen und Bestrafung“ zeigt das Museé d’Orsay eine kuratierte Ausstellung mit Werken von Goya, Picasso, Toulouse-Lautrec, Degas und Cézanne. Aspekte der Gewalt, des Verbrechens und der Bestrafung werden hier künstlerisch thematisiert. Die Ausstellung läuft vom 12. März bis 17. Juli 2010.

Joan Miro "Black and Red Series"

Das Musée Jacquemart-André am Champs-Elysées zeigt vom 12. März bis 1. August Werke aus der Sammlung Perez. Spitzenwerke spanischer Künstler wie Greco, de Ribera, Murillo, Goya, Sorolla, Picasso, Miro und Dali werden hier zu sehen sein.

Und last but not least: vom 11. März bis zu, August widmet das Petit Palais / Musée des Beaux Arts de la ville de Paris, dem französischen Stardesigner Yves Saint-Laurent (1936-2008) eine umfassende Schau.

Damit hat man nun ein wirklich schönes Programm, bei dem man ganz nebenbei auch den Pariser Frühling genieβen kann. Und teuer muss das ganze auch nicht sein, es gibt viele Billigflüge nach Paris und auch ein billiges Hotel in Paris ist schnell gefunden.

Neben Essen und Pécs (Ungarn) ist Istanbul zur Kulturhauptstadt 2010 auserkoren worden. Das Programm in Istanbul ist vielfältig, so dass man auf der Homepage erst einmal gar nicht weiβ, wo man zuerst raufklicken soll.

Als Begründung für die Wahl Istanbuls als Kulturhauptstadt wird auf dem deutschen Ableger der Webseite folgendes gesagt:

„Diese legendäre Stadt hat die Ehre Kulturhauptstadt Europas 2010 zu sein und wurde dazu auserwählt, weil sie nicht nur Asien und Europa, sondern auch Ost und West, alt und neu, Tradition und Moderne, Aberglauben und Wissen, Prunk und Bescheidenheit, Dogmatismus und Pragmatismus, globales und lokales miteinander verbindet.“

Gestaffelt wird das Programm nach den vier Elementen. Von Januar bis März stehen die Veranstaltungen in Zeichen der „Erde“ und widmen sich Themen wie Tradition, Bräuche, Sitten und das historische Erbe. Darauf folgt dann im April die Zeit der „Luft“, die sich mit kulturellen Einflüssen der Religionen beschäftigt. Im Sommer folgt das „Wasser“, welches von allen Seiten Thematisch beleuchtet wird. Und dann schlieβlich von September bis Dezember das „Feuer“. In dieser Zeit finden, wie sollte es bei diesen Namen anders sein, die meisten Veranstaltungen zur zeitgenössischen Kunst ist.

Ob Erde, Luft, Wasser oder Feuer interessanter sind, das hängt ganz von Ihnen ab. In jedem Fall lohnt sich aber ein Besuch der Kulturhauptstadt Istanbul. Dank Billigfliegern sind die Flüge nach Istanbul sehr günstig und auch die Hotels in Istanbul sind preiswert. Ich persönlich suche mir schon einmal einen Flug für die Feuer-Zeit!

Zugegeben, die ungarische Metropole ist nicht gerade international bekannt für ihre Kunstszene. (obwohl diese sehr spannend ist) Eine Reise nach Budapest lohnt jedoch allemal, schon allein wegen der großartigen Stadtarchitektur, die noch von prunkvollen Zeiten zeugt, und der vielen erholsamen Heilbäder. Zudem hat das Szepmüveszeti Múzeum (Museum der Schönen Künste) in letzter Zeit mit einigen hochrangigen Ausstellungen aufgewartet. Bevor es im Frühjahr wegen Renovierungsarbeiten bis zum Herbst 2010 geschlossen wird, sollte man die Gelegenheit für einen Kurztrip nach Budapest wahrnehmen. Noch bis zum 25. April wird die Ausstellung „Von Degas bis Picasso“, die eine hervorragende Auswahl französischer Maler aus der Sammlung des Puskin Museums zeigt, geöffnet sein. Die Eintrittskarte kostet zwar umgerechnet 11 Euro (ermäßigt 5,50 Euro), doch günstig wird der Urlaub allemal durch die billigen Flüge und die vergleichsweise preiswerten Unterkünfte in Budapest.
Adresse: Museum of Fine Arts, Budapest, Dózsa György út 41, 1146 Budapest, Telefon: +36 1 469 7100
Karten: 3000 HUF (11 Euro, ermäßigt 5,50 Euro)

Die diesjährigen Gewinner des ART COLOGNE-Preises wurden nun bekannt gegeben. Die ART COLOGNE bezeichnet sich selbst als „bedeutendste Kunstmesse Deutschlands”, unbestritten ist sie die älteste Kunstmesse der Welt! Zum ersten Mal fand sie 1967 statt. Mit der Mischung aus Ausstellung, Handel und Kunstforum wurde die ART COLOGNE Vorbild für all die vielen Kunstmessen, die folgen sollten…die Mutter aller Kunstmessen quasi!

Familie Grässlin. Photo: Clegg & Guttmann, The Art Collectors, 2008

Wichtiger Bestandteil des Messeprogramms ist der ART COLOGNE-Preis, der vom Bundesverband Deutscher Galeristen und Editionen vergeben wird. Im letzten Jahr konnte sich der Sammler Dr. Harald Falckenberg über den Preis freuen. Und auch in diesem Jahr steht der Preisträger schon vorher fest, oder besser gesagt die Preisträger, denn diesmal wird eine ganze Familie ausgezeichnet. Die Familie Grässlin wird für ihre „herausragenden Verdienste um die Vermittlung moderner Kunst“ am 22. April im Historischen Rathaus Köln den Preis entgegen nehmen dürfen. Die Grässlins sind vor allem für ihre Bemühungen in ihrer gemeinde St. Georgen im Schwarzwald bekannt. Hier kann man dank des Engagements der Familie  Werke von Kippenberger, Herold, Oehlen und Mucha bestaunen.

Martin Kippenberger: Fliegender Tanga (#2), 1983, Sammlung Grässlin

Die Kunstmesse ART COLOGNE selbst findet vom 21. – 25. April statt. Wer sie besuchen möchte, sollte sich schon einmal eine Unterkunft in Köln suchen, denn zur Messezeit wird es an der Stadt am Rhein bekanntlich immer etwas knapp.

Dallas ist die drittgröβte Stadt in Texas, auf der Liste der gröβten Städte in den USA steht sie auf Platz neun und die legendäre TV-Serie hat Dallas in der ganzen Welt bekannt gemacht. Bush, Öl, Frozen Margaritas und Barbecue – alles geläufig. Aber als Kunstmetropole hat Dallas bisher nicht von sich reden gemacht. Dies soll sich nun rigoros ändern.

Dallas Art District

Unter dem Namen „Dallas Art District“ entsteht gerade ein neues Kunst- und Kulturviertel, welches mit den internationalen Metropolen in Konkurrenz treten möchte. Und die Aussichten darauf sehen durchaus nicht schlecht aus.

Theatre for Performing Arts

Mitten in der Stadt wurden neue Gebäude für Museen, Theater und Konzerthallen errichtet. Gewonnen werden konnten Stararchitekten wie I.M. Pei, Renzo Piano, Norman Foster, Rem Koolhaas und AIA, die hier Spitzenleistungen vollbracht haben.

Das Dallas Museum of Art wurde umgebaut und kann seine Sammlung nun neu präsentieren. Sowohl die Sammlung als auch das Ausstellungsprogramm können im Vergleich mit L.A oder New York durchaus mithalten.

Opernhaus

Noch sind nicht alle Gebäude fertig und eröffnet. Jedoch lohnt es sich mit Sicherheit, jetzt schon einen günstigen Flug nach Dallas zu buchen, um zu den ersten Gästen zu gehören!

Ja, es gibt schon wieder einen Grund nach Berlin zu reisen. Nach der Transmediale, dem Festival für Kunst und digitale Kultur, kommen nun alle Filmfans bei der Berlinale auf ihre Kosten. Heute eröffnet die inzwischen 60. Ausgabe der Filmfestspiele. Bis zum 21. Februar werden dann Filme verschiedener Kategorien in insgesamt 25 Kinos gezeigt, die in ganz Berlin verteilt sind.

Die Festivalsektionen wie „Wettbewerb“, ‚Panorama“, „Generation“, „Persepktive Deutsches Kino“ etc. bleiben auch in diesem Jahr wieder erhalten. Besondere Überraschungen bietet sicherlich auch das Programm der Sektion „Retrospektive“, für welches das Deutsche Filmmuseum verantwortlich zeichnet und im Rahmen dessen Klassiker wieder neu aufgelegt werden.

Um an Karten zu kommen, muss man entweder Journalist sein oder sehr geduldig. Traditionsgemäβ muss man sich beim Kartenkauf beeilen oder lange im Voraus anstellen, denn viele Vorführungen sind schnell ausverkauft! Wenn man die begehrte Karte für den Favoriten dann doch nicht bekommt, kann sich ein Ticket für einen unbekannten Film oft lohnen, denn meist kann man auf der Berlinale echte Schätze entdecken.

Entschieden einfacher gestaltet sich die Suche nach einem günstigen Hotel in Berlin! Empfehlenswert ist ein Hotel rund um den Potsdamer Platz, da hier die meisten Spielstätten gleich in der Nähe sind!

Berlinale 2009. Zoo Palast

Rom ist unbestritten eine wunderschöne Stadt, die nicht nur mit dem „Dolce Vita“ lockt, sondern über beeindruckende kulturelle Schätze verfügt. Nur die zeitgenössische Kunst tat sich bisher ein wenig schwer in der italienischen Metropole. Institutionelle Förderung gab es kaum, vielmehr wurden alle Mittel in den Erhalt des kulturellen Erbes investiert. Das wird sich nun in Zukunft hoffentlich ändern!

Im Jahr 1999 fasste das Kulturministerium den Beschluss für einen Museumsbau für zeitgenössische Kunst. 10 Jahr später konnte der neue Bau des MAXXI als Nationalmuseum für die Kunst des 21. Jahrhunderts eröffnet werden. Er befindet sich zentral gelegen im Bezirk Flaminio in der Nähe des Tibers. Die Stararchitektin Zaha Hadid zeichnet für die Gestaltung des spektakulären, progressiven Baus verantwortlich.

MAXXI mit Rehberger bei Nacht. (photo: www.art-magazin.de)

Als die Bauarbeiten am Platz vor dem Museum abgeschlossen und für das Publikum zugänglich war, wurde unter dem Titel „MAXXI vede la luce“ – („MAXXI sieht das Licht“) eine Lichtinstallation von Tobias Rehberger präsentiert. Zur offiziellen Einweihung des Museums im November 2009 wurde den Gästen eine Tanzperformance von Sasha Waltz präsentiert.

Ab Mai diesen Jahres soll der reguläre Museumsbetrieb gewinnen. Wenn Sie zu den ersten Besuchern gehören möchten, reservieren Sie gleich Ihren Flug nach Rom! Der Andrang kurz nach der Eröffnung wird mit Sicherheit groβ sein. Neben Bildender Kunst sind auch Architektur und Design als Künste des 21. Jh. fest in das Museumsprogramm integriert. Vor allem internationale Wechselausstellungen sollen dem Publikum präsentiert werden.

Unter dem Titel „OVERLAP – Sound & Other Media” findet parallel zum Festival Transmediale auch in diesem Jahr die Clubtransmediale (CTM) statt. Die inzwischen 11. Ausgabe hat am 28 Januar eröffnet und dauert noch bis zum Sonntag, den 7. Februar an. Wer es bis jetzt noch nicht geschafft hat, sollte sich beide Festivals in Berlin auf keinen Fall entgehen lassen! Heute Abend gibt es unter anderem Charlemagne Palestine (US), Thomas Meinecke und Tobias Rapp (DE), Serengeti & Band (US), Kelpe (UK), Four Tet (UKÖ und Funckarma (NL) zu sehen und vor allem zu hören. Das komplette Wochenendprogramm sowie alle Locations in Berlin gibt es auf der Homepage der CTM zu sehen. Wer noch schnell eine günstige Unterkunft in Berlin sucht, findet bestimmt etwas bei liligo.

Nur noch einen Tag und eine Nacht, dann ist es soweit. Die transmediale findet in diesem Jahr vom 2. bis zum 7. Februar statt und feiert ihre groβe Eröffnung am morgigen Dienstag.

transmediale 2007

Das Festival für Kunst und digitale Kultur findet bereits seit den späten 1980er Jahren statt. Gegründet als Videofilmfestival unter dem Namen VideoFilmFest, wurde mit der Konzentration auf Medienkunst auch der Name erst in transmedia und dann ab 1998 in transmediale umgeändert.

Das Festival selbst besteht auch mehreren Teilen, zu denen Ausstellungen, Konferenzen und viele kleinere Programm gehören. Jedes Jahr wird ein anderes Motto gewählt. Nach dem letzten Jahr „Deep North“, haben sich die Organisatoren im Jahr 2010 für das Thema „Futurity Now“ entschieden.

transmediale 2008

Die Hauptaussstellung „Future Obscura“ wurde in diesem Jahr von Honor Harger kuratiert. Zu den ausstellenden Künstlern gehören: Julius von Bismarck (de), Ryoji Ikeda (jp/fr), Zilvinas Kempinas (lt/us), Julien Maire (de/fr), Yvette Mattern (de/us), Alice Miceli (br), Julian Oliver, Clara Boj, Diego Diaz and Damian Stewart (nz/es), Ken Rinaldo (us), Gebhard Sengmüller (au), Bengt Sjölén, Adam Somlai-Fischer & Usman Haque (se/hu/uk), TeZ (it/nl).

transmediale 2007

Hauptveranstaltungsort der transmediale ist auch in diesem Jahr wieder das Haus der Kulturen der Welt. (John-Foster-Dulles-Allee 10, Berlin). Die Eintrittsgelder reichen von 5 Euro für die Ausstellung über 6 Euro für Konferenzen bis hin zu 10-12 Euro für Performances. Das detaillierte Programm sowie alle Infos zu Eintrittsgeldern und Veranstaltungsorten in Berlin gibt es auf der Homepage der transmediale.

Die Veranstaltung ist einzigartig in Deutschland und zieht jährlich tausende internationaler Besucher an. Für all diejenigen, die sich kurz entschlossen, doch noch für einen Kurztrip zur transmediale entscheiden. Günstige Last-Minute-Flüge sowie preiswerte Unterkünfte in Berlin findet man auch noch einen Tag vor der Abreise!

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